Psychotherapie

Psychotherapie, wann ist sie sinnvoll?

Was ist mit mir?
Warum bin ich so?
Warum passiert mir das?
Warum weiß ich das nicht?

„Neben sich stehen“ oder die Welt durch einen Nebelschleier sehen, das hat fast jeder schon mal erlebt. Ein solcher innerer Rückzug ist zunächst noch keine Störung sondern vielmehr ein Schutz, auf den die Psyche in einer belastenden Überforderungssituation zurückgreifen kann. Irgendwie „neben sich zu stehen“, nur noch zu „funktionieren“, Auslöser für derartige Gefühle können schwierige Lebens- oder Grenzsituationen sein, wenn sich im Leben etwas fundamental ändert, beispielsweise Probleme im Beruf,  wenn im Leben wichtige Dinge fehlen, nach Beziehungskrisen, der Tod eines nahestehenden Angehörigen, Gewalterfahrungen, (Auto)-Unfälle, Operationen oder auch alters- oder lebensbedingte Rollenwechsel (Pubertät, Eltern werden, Ruhestand)

Viele psychosomatische Symptome können darauf hinweisen, dass der Mensch den Kontakt zu sich SELBST, zu seiner eigenen Mitte, verloren hat. Oft benannte Beschwerden solcher Funktionellen Störungen (ohne organischen Befund) sind unterschiedliche Schmerzsymptome, z.B. im Rücken, Bauch, Kopf, mangelnde Energie, Schlaflosigkeit.

Oder haben Sie sich schon mal gefragt: warum kann ich so schlecht entspannen; warum kann ich mich so schlecht konzentrieren und bin mit den Gedanken ganz wo anders; warum kann ich schlecht einschlafen und bin schnell wieder müde; warum bin ich so schreckhaft und gleichzeitig so geräuschempfindlich; warum werde ich in Alltags-situationen starr vor Angst;  warum habe ich Übererregungssymptome, d.h., warum raste ich so schnell aus, was ist mit meinem Körper los; warum bin ich ständig so gestresst, warum spüre ich meine Gefühle so wenig im Körper?

Ohne es zu ahnen leiden viele Menschen unter Trauma-folgen, die sich in erster Linie auf der Körperebene in Form von Symptomen wiederspiegeln. Die so entstandenen Leiden rühren aber nicht von den Ereignissen her, die das Trauma ursprünglich ausgelöst haben, sondern davon, wie wir mit den Auswirkungen umgehen, die das vergangene Ereignis für uns in der Gegenwart hat. Einerseits veranlassen sie die Menschen, in momentanen Situationen so zu reagieren, als handele es sich um eine Wiederholung der Vergangenheit – andererseits ist es mit erlebten Traumatas  kaum noch möglich, die eigenen Körpergrenzen zu spüren, weil die Verbindung zum Körper unterbrochen ist. Mit dem  Körper wieder anfreunden, die Verbindung  durch das verlorene Körperempfinden neu herzustellen, das ist möglich.

Der Körper verfügt über unglaubliche Selbstheilungskräfte. Ganz besonders zeigt er das auch in der Fähigkeit, traumatische Ereignisse abzuschließen und heilen zu wollen  und den damit verbundenen Stress loszulassen.

Der Körper ist in der Lage, mit seiner einzigartigen Sprache die Lebensgeschichte noch einmal zu erzählen, die Grundlage der Beschwerden zu erforschen, in einem „anderen Licht“ zu sehen und dabei kann „Neues“ wachsen. Allgemeines Wohlbefinden wird sich  nachhaltig einstellen und der „Sinn“ der therapeutischen Begleitung erlebbar.

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